„Wir übergeben heute einen Zweckbau zum Wohlfühlen“ sagte Verbandsbürgermeister Winfried Krämer am Samstag bei der Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in der Hauptstraße.

Das Feuerwehrgerätehaus sei zusammen mit dem Umbau des Rathauses in enger Abstimmung mit dem Landkreis umgesetzt worden. „Die Investition hat sich gelohnt“, sagte Krämer. Die Einwohner und die politisch Verantwortlichen stünden als Gemeinschaft zur Feuerwehr, die jetzt ein gut ausgestattetes Haus nutzen könne.Reibungslos verlaufen sei die Planung und auch deren Umsetzung, so Krämer. Dabei hätten Architekt Markus Müller und auch die beteiligten Firmen „in guter Zeit gearbeitet“, um das Projekt termingerecht umzusetzen. Krämer machte angesichts der ständigen Diskussionen um die Notwendigkeit der Feuerwehr deutlich, dass so ein Gebäude zwar viel Geld koste, jedoch auch die Investition in Ausbildung und Fahrzeuge angesichts der Einsätze sinnvoll und notwendig sei. „Das Feuerwehrkonzept wird fortgeführt, damit wir eine effektive und gute Feuerwehr in unserer Verbandsgemeinde haben“, so Krämer. Es hätten bereits viele junge Feuerwehrleute hinzugewonnen werden können, die auch die Bereitschaft mitbrächten, sich freiwillig in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen.
Ortschef Erich Sommer sieht im Feuerwehrhaus „die Verwirklichung eines jahrzehntelangen Traums“ der Feuerwehr. Er lobte den mittlerweile sehr guten Ausbildungsstand. Das neue Heim werde weiteren Ansporn geben. Er erinnerte an die Zeit, als Krämers Vorgänger Ernst Becker aufgrund des mäßigen Ausbildungsstandes die Löscheinheit in Hermersberg sogar habe schließen wollen.

Die Ortsgemeinde habe sich mit dem Brunnen auf dem Parkplatzgelände am Projekt beteiligt. Der alte Dorfbrunnen rücke das Gerätehaus etwas mehr in den Mittelpunkt. Bringt. Sommer versicherte, das man sich in der Gemeinschaft der Verbandsgemeinde-Feuerwehr sehr gut einbringen werde.

Wehrleiter Arno Bohl stellte fest, dass das in den vergangenen zwei Jahren errichtete Gebäude und alle Erfordernisse und Normen des Gesetzgebers erfülle. Zusammen mit dem Planer und den Handwerkern sei „ein gutes Werk vollbracht“ worden. Die Halle sei bereits für ein neues Fahrzeug ausgelegt. Jetzt liege es an der Führung und der Mannschaft, das Gebäude mit Leben zu erfüllen.

Architekt Markus Müller gab einen Überblick vom Planungsbeginn im Jahr 2010 bis zum Umzug im Oktober 2013. Das Gebäude sei in Skelettbauweise aus Stahlbauprofilen errichtet. Außenwände und Dach bestünden aus energiesparenden Sandwichplatten, die fast wartungsfrei seien und die Folgekosten minimierten. Dadurch ließen sich Halle und Nutzräume schnell aufwärmen und auch mit geringem Aufwand bei Temperatur halten.

Zusammen mit Krämer und Bohl brachte der stellvertretende Wehrführer Christoph Leidecker eine Tageszeitung, eine Flasche Wein, Münzgeld sowie Fest- und Jubiläumsschriften von Wehr und Gemeinde in den Grundstein ein. Die Pfarrer Pfarrer Michael Emmerich und Bernhard Walz segneten das Gebäude.

Das Feuerwehrhaus hat 460.000 Euro gekostet, ist elf Meter mal 16 Meter groß und bietet Platz für eine Fahrzeughalle, zwei Umkleideräume mit Duschen für Männer und Frauen, einen Schulungs- und Aufenthaltsraum, eine Teeküche, Toiletten und einen Technikraum. Der Hermersberger Löscheinheit gehören 18 Aktive an, darunter zwei Frauen und fünf Jugendliche.

Yvonne Sarther von der VR-Bank Westpfalz übergab eine Spende von 500 Euro an die Jugendfeuerwehr. (Die Rheinpfalz)
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