Hermersberg. Das bis weit über die Grenzen von Hermersberg beliebte Schnapsgassenfest am 15. und 16. August fällt dieses Jahr den Corona-Beschränkungen ebenso zum Opfer wie der einen Monat später geplante Seniorennachmittag, informiert Ortsbürgermeister Erich Sommer. Nicht verzichten will die Gemeinde dagegen auf die Feier der Kerwe, die im Einklang mit den Bestimmungen mit neuem Konzept in abgespeckter Form stattfinden soll.

„Das Schnapsgassenfest, das normalerweise Jahr für Jahr bis tausende Besucher anzieht, ist angesichts der unklaren Infektionslage und sonstiger Unwägbarkeiten dieses Jahr einfach eine Nummer zu groß“, bedauert Sommer im PZ-Gespräch, die erfolgreiche Traditionsveranstaltung absagen zu müssen. Bis zuletzt hätten die Ortsgemeinde und Vereine die Entscheidung in der Hoffnung vertagt, dass die Lockerungen weiter fortschreiten und eine Besucherzahl von mehr als den aktuell 350 zulässigen Gästen gestatteten.
Ebenfalls mit Blick auf die unveränderte Corona-Lage habe sich die Ortsführung schweren Herzens entschieden, auch den Seniorennachmittag Mitte September abzusagen. „Die Teilnehmer gehören allein schon vom Alter her allesamt zur Risikogruppe“, will der Ortschef mit Rücksicht auf die älteren Hermersberger kein unnötiges Risiko eingehen. Sofern die Infektionslage es zulasse, sei quasi als kleiner Ausgleich von Seiten der Ratsmitglieder geplant, die Senioren in der Adventszeit zuhause zu besuchen. Auch bezüglich der Kerwe sei viel in der Ortsführung und in den Vereinen diskutiert worden. Schließlich seien alle übereinstimmend zur Entscheidung gelangt, die Kirchweih in Absprache und enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, den Gastronomen und den Vereinen am Sonntag, 6. September, in dezentraler Form zu feiern. Um möglichst große Menschenansammlungen zu vermeiden, sollen in den Gasthäusern und an anderen Orten im Freien oder unter Haus-/Hallendächern verschiedene Veranstaltungen angeboten werden.

„Davon versprechen wir uns eine gute Verteilung der Gäste, so dass die maximal erlaubte Personenzahl an den jeweiligen Orten wohl deutlich unterschritten wird“, hofft Sommer. Ein konkretes Konzept dazu sei gerade in Arbeit, das nach der Erstellung dem Gemeinderat bei seiner nächsten Sitzung in etwa vier Wochen vorgestellt werden soll. (Pirmasenser Zeitung)
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