Richtig was los war am Wochenende in Hermersberg. Den verheerenden Wettervorhersagen zum Trotz zeigte sich das Wetter am Samstag und Sonntag von seiner besten Seite und bescherte den Machern und Teilnehmern des 29. Schnapsgassenfestes mit rund 1 200 Besuchern einen vollen Erfolg, so dass die Kassen nur so klingelten und die Vereine in Erwartung eines witterungsbedingt mageren Zuspruches teilweise restlos ausverkauft waren und Essen für den Sonntag nachordern mussten.
Den Startschuss für das Fest gaben Ortsbürgermeister Erich Sommer und Erhardt Lelle als Cheforganisator am Samstagabend beim Fassanstich, der mit sängerischer Unterstützung des von Wolfgang Sieber dirigierten Männergesangvereins „Frohsinn“ von Fritz Kunow und Jürgen Funk stellvertretend für die Anwohner ausgeführt wurde.

„Die Hermersberger werden des Feierns nicht müde“, sprach Sommer vor etwa 250 Gästen den Helfern seine Anerkennung aus. Viele Veranstaltungen und noch mehr Arbeit habe es über das ganze Jubiläumsjahr hinweg gegeben, wobei schon am ersten Septemberwochenende mit der Kerwe das nächste Fest ins Haus stehe. Seinen Dank richtete Lelle nicht nur an die Vereine, sondern auch an die Anwohner, die über Jahrzehnte hinweg viel Geduld bewiesen und die Festorganisation vorbildlich unterstützen.

Im Anschluss spielt der Weselberger Musikverein „Laetitia“ zur Unterhaltung der zahlreichen Gästen auf. Immer mehr Gäste trudelten danach ein, so dass es gegen 20 Uhr in den Gassen richtig voll wurde. Gegen 21 Uhr startete der Sportverein mit seinem Abendprogramm, bei dem es die DJ’s „Bobby und Phil“ im vornehmlich mit jugendlichen Gästen voll besetzten Partyzelt auf dem Könnelschen Anwesen so richtig krachen ließen und viele bis zum offiziellen Zapfenstreich um 1.30 Uhr in der Frühe ausharrten.

Den Festbeginn am Sonntag markierte der ökumenische Gottesdienst am Dorfplatz um 10.15 Uhr, der mit mehr als 200 Besuchern ohne die Mitwirkenden einen neuen Rekord verbuchte. „Wir mussten ständig neue Bänke aufstellen, da die vorhandenen Sitzgelegenheiten nicht ausreichten“, zeigte sich Sommer von den herbeiströmenden Kirchenbesuchern beeindruckt. Eine wahre Glanzleistung war der gemeinsame Auftritt des katholischen und protestantischen Kirchenchores unter der Leitung von Elli Zimmer, deren Sangesleistung von den Besuchern mit kräftigem Applaus angemessen gewürdigt wurde.

Danach verteilten sich die Gäste auf die verschiedenen Vereinsstände zum Frühschoppen und Mittagessen. Zwischen 14 und 18 Uhr spielte die Moosalbtaler Blasmusik zur Unterhaltung der Gäste auf. Im Anschluss trafen sich die Sänger am Stand des Männergesangvereins zum gemütlichen Beisammensein, um in lockerer Runde spontan auch mit anderen Chören und Sängern gemeinsam zu singen. Den Schlusspunkt setzte der Sportverein mit der Wiederholung des Samstagabendprogrammes, das gegen 21 Uhr endete. Erfreut zeigten sich Sommer und der erste Ortsbeigeordnete Dirk Palm, dass es während des gesamten Festverlaufes friedlich blieb.

Als Programm für den Dorfnachwuchs gab es neben Fahrgeschäften, Jahrmarktsbuden und der von der Jungen Union gesponserten Hüpfburg auch das Kinderschminken unter der Regie des Kindergartenfördervereins, bei dem der Dorfnachwuchs teilweise Schlange stand. Ebenso wieder mit dabei war auch der traditionelle Schnapsstand des Turnvereins, wo sich vornehmlich die Herren der Schöpfung geistige Genüsse in Form von edlen Schnäpsen und Likören schmecken ließen.

Zum 30. Jubiläum im kommenden Jahr soll es eine weitere Steigerung im Programm geben, erklären Lelle und Sommer. Was genau, soll mit den teilnehmenden Vereinen im Herbst festgeklopft werden. „Eventuell verlängern wir das Fest auf drei Tage und starten schon am Freitag“, verriet der Ortschef. (Pirmasenser Zeitung)



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