Breiter, ?gerader", komfortabler: Ein ganz neues Fahrgefühl wird sich einstellen, wenn die Kreisstraße 25 zwischen Hermersberg und Burgalben im Oktober nach halbjähriger Vollsperrung auch im oberen Teil fertig gestellt ist. 1,2 Millionen Euro stecken Land und Kreis in die Sanierung - eine Sanierung, die andere Straßen in der Südwestpfalz genau so bitter nötig hätten.



Gestern informierte Richard Lutz, Leiter des Landesbetriebs für Straßen und Verkehr, über das Bauprojekt, bei dem es sich um den letzten Teil der Verbesserungen für die K 25 handelt. Vor gut 30 Jahren war der Weg zwischen dem Modellflugzeugplatz und dem Jugenddorf Sickingen zu einer Straße ausgebaut, die aber im weiteren Verlauf über den schmalen ?Roten Stich" immer noch mitten durch Burgalben führte. Vor fünf Jahren standen dann endlich die Mittel (1,3 Millionen Euro) für die Verlegung der K 25 parallel zur B 270 bereit, außerdem wurde der Kreisel bei Hermersberg eingerichtet. Das noch verbliebene, 2,3 Kilometer lange Teilstück zwischen Kreisel und Modellflugplatz ist nun der letzte Abschnitt, der ausgebaut wird, um die täglich rund 1500 Fahrzeuge zwischen Hermersberg und Burgalben aufzunehmen. Zugleich wird die vor 30 Jahren entstandene Fahrbahn ausgebessert.


Laut Lutz hatte die Piste auf der Höhe bislang die Qualität eines erweiterten Wirtschaftswegs. Zum Teil waren im Laufe der Jahre bereits zwei Fahrbahnen übereinander gelegt worden, um den Zustand provisorisch zu verbessern. Wichtig, wenngleich für den Autofahrer nicht so augenfällig, sei der Zustand der Entwässerungseinrichtungen, der für die Qualität und die Haltbarkeit der Straße von entscheidender Bedeutung sei. Das Oberflächen- und Sickerwasser wird deshalb künftig in zwei neue Regenrückhaltebecken geleitet. Die Grundstücke, die für die verbesserte Streckenführung und für die Verbreiterung auf 5,50 Meter benötigt werden, wurden bereits Anfang der 90er Jahre gekauft.


Um Kosten zu sparen, wird das gesamte Material, das der alten Fahrbahn entnommen wird, in einem Mischwerk - wie zum Beispiel dem auf der Biebermühle - recycelt. Die Schadstoffe des pech- und teerhaltigen Abraums werden in Zement eingebunden und in die neue Tragschicht eingebaut. ?Alles, was rausgeholt wird, kommt auch wieder rein", brachte es Lutz auf den Punkt.


?Die K 25 verfolgt mich schon seit meinem ersten Tag", stöhnte Landrat Hans Jörg Duppré, der immerhin schon seit 1979 in Amt und Würden ist. Er halte es für ?katastrophal", dass die Mittel für den Kreisstraßenbau zurückgefahren würden, und verwies auf den dadurch entstehenden Investitionsstau. ?Wir werden auf den Kreisstraßen bald Zustände haben wie auf den Landesstraßen", prophezeite er und meinte Strecken wie die bei Salzwoog, Langmühle und zwischen Burgalben und Donsieders. ?Fast verrückt" mache ihn, dass der Kreis für den Straßenbau nun erstmals Kredite aufnehmen müsse.


Verbandsbürgermeister Ernst Becker sagte, dass die Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben in den Jahren seiner Amtszeit seit 1980 im Straßenbau ?gut bedient" worden sei, was er allerdings auch darauf zurückführte, dass ?wir immer frühzeitig angefangen haben zu bohren". Sorgenkinder blieben aber immer noch die K 30 zwischen Heltersberg und Schmalenberg sowie die K 32 zwischen Waldfischbach und Leimen.


Neben der K 25 als größtem Projekt stehen für dieses Jahr im Kreisstraßenbau noch Arbeiten an der K 17 (Petersberg), der K 20 (Hettenhausen-Obernheim-Kirchenarnbach), der K 23 (Kirchenarnbach) und der K 42 (Bruchweiler) an, außerdem der Kreiselbau Altenwoogsmühle bei Lemberg und die Arbeiten an der Überquerungshilfe und Straßensanierung auf der Biebermühle (Landesstraße). (ow)

RACKOWM / RACKOWM
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pirmasenser Rundschau
Datum: Nr.120
Datum: Mittwoch, den 24. Mai 2006
Seite: Nr.19
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